Es war ein Zufall, weiter nichts. Ich saß mit Gisgo im äußeren Saal des Nachtinstituts, in ein Gespräch über Armands neueste Andeutungen vertieft, als von der Straße herüber Musik drang – eine kleine Gruppe wandernder Spieler, die sich vor einem der Handwerkerhäuser niedergelassen hatte, Nachfahren iberisch-punischer Familien, die noch die alten Weisen kannten, gespielt für ein paar Münzen und die Gunst vorbeikommender Passanten. Das Fenster stand einen Spalt offen, mehr aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit, und der Wind trug die Melodie zu uns herein, kaum lauter als ein Flüstern. Ich hatte nicht erwartet, dass ausgerechnet ein paar zufällige Töne von der Straße mich so tief zu Fall bringen würden.
Die Kithara begann und ein zweites Instrument – kaum mehr als eine Rahmentrommel mit Schellen – fiel gemächlich ein, in einem Rhythmus, der mir keine bewusste Erinnerung, sondern etwas viel Älteres weckte. Ein Zucken in den Fingerspitzen, ein Ziehen hinter dem Brustbein, ein Reflex, der sich anfühlte, als würde mein Körper sich an eine Bewegung erinnern, die mein Verstand längst verworfen hatte. Ich saß reglos, während die Melodie sich entfaltete, eine jener Weisen, die man einst zu Ehren der Tanit sang, in den Stunden zwischen den Gebeten, wenn die Priesterinnen die Lampen füllten und der Weihrauch noch nicht ganz verflogen war. Und dann, ohne Übergang, war ich nicht mehr im Nachtinstitut.
Ich war in Gades, im Jahr, in dem die Nachricht aus Karthago eintraf – jene Nachricht, die jeden Punier in dieser Stadt für einen Atemzug verstummen ließ, ehe das Weinen begann. Karthago war gefallen. Nicht erobert. Ausgelöscht. Die Römer hatten die Stadt dem Erdboden gleichgemacht, den Boden mit Salz bestreut, damit nichts mehr dort wachsen sollte – nicht einmal Erinnerung. Ich hatte die Nachricht in einer Hafenschenke gehört, aus dem Mund eines Flüchtlings, der kaum noch die Kraft zum Sprechen fand und in jener Nacht hatte ich zum ersten Mal seit meiner Verwandlung um etwas geweint, das größer war als ein einzelner Mensch. Die Musik, Jahrhunderte später zufällig durch mein Fenster getragen, riss mich unmittelbar zurück in jene Trauer – aber auch in etwas anderes, Wärmeres, das ich fast vergessen hatte. Die Erinnerung an Yaton-Tanits Stimme, die genau diese Melodie einst summte, während sie die Lampenöle mischte, unwissend, dass ich als Knabe an der Tür lauschte, weil der Klang mich beruhigte, wenn die anderen Novizen mich wegen meiner Herkunft hänselten.
Ich hatte diese Erinnerung verloren geglaubt, weggefressen vom selben Vergessen, das mir so vieles andere genommen hatte. Doch sie war nicht fort gewesen. Sie hatte nur auf den richtigen Klang gewartet, um wieder an die Oberfläche zu steigen – vollständig, mit Geruch und Licht und der genauen Falte in Yaton-Tanits Stirn, wenn sie konzentriert war. Ich saß da, während die Musik von der Straße weiter hereindrang, und ließ die Jahrhunderte für einen Moment einfach fort sein.
In den Wochen nach jener Nachricht mied ich die Tempel der Stadt vollständig – nicht aus Vorsicht, sondern aus einer tief eingegrabenen Überzeugung, die ich seit meiner Verwandlung nie infrage gestellt hatte. Dass ich, ein Diener eines toten Gottes, ein Verräter an Tanit, niemals wieder heiligen Boden betreten dürfe, ohne dass mich etwas dort erkennen und vernichten würde. Diese Furcht war so alt wie mein Unleben selbst, gewachsen aus der Schuld jener ersten Nacht, in der ich Amital tötete, kaum Stunden nachdem ich noch als ihr Wächter gegolten hatte.
Ich hatte diese Regel nie geprüft. Ich hatte sie einfach gelebt, wie man eine Narbe lebt, ohne sie je wieder zu berühren. Doch in jener Trauerzeit um Karthago geschah etwas, das ich nicht vorausgesehen hatte. Die punische Gemeinde von Gades errichtete, in aller Eile und aus rohem Schmerz, einen Klageschrein für die Toten Karthagos – nicht in einem offiziellen Tempel, sondern in einem verlassenen Lagerhaus nahe der Docks, geweiht durch nichts als das gemeinsame Gebet Hunderter Trauernder, die die Namen ihrer verlorenen Verwandten in die Wände ritzten. Gisgo drängte mich, mitzukommen. Ich weigerte mich zunächst, aus reiner Panik. Doch der Sog der Trauer war stärker als meine Furcht, und so betrat ich, zum ersten Mal seit meiner Verwandlung, einen Ort, der einer Gottheit geweiht war – wenn auch nur mit Tränen und Kohlestrichen statt mit Weihrauch und Salböl.
Nichts geschah. Kein Schmerz. Kein göttlicher Zorn.
Nur das dumpfe, drückende Gewicht gemeinsamer Trauer, das mich fast überwältigte, aber auf eine zutiefst menschliche, nicht auf eine übernatürliche Weise. Ich stand dort, unter Fremden, die mich nicht kannten, und weinte mit ihnen um eine Stadt, die keiner von uns je wiedersehen würde – und begriff langsam, während die Nacht verstrich, dass die Vernichtung, die ich seit Jahrhunderten fürchtete, nie eine Regel der Götter gewesen war. Sie war eine Regel, die ich mir selbst auferlegt hatte, aus Schuld, nicht aus Wahrheit. Diese Erkenntnis veränderte mehr, als ich in jener Nacht ermessen konnte. Es bedeutete, dass mir Orte offenstanden, die ich zuvor gemieden hatte – Tempel, Schreine, geweihte Archive, Bibliotheken der Priesterschaften, an die ich mich nie herangewagt hatte. Es bedeutete, dass ein Teil meines Unlebens weniger durch tatsächliche Grenzen bestimmt war als durch die Ketten, die ich mir selbst geschmiedet hatte. Mein Dasein wurde in jenen Wochen spürbar freier – nicht weil sich die Welt verändert hatte, sondern weil ich begriff, wie viel von meinem eigenen Gefängnis nie mehr gewesen war als Einbildung.
So gelöst mich jene Nacht der Trauer auch machte, meine banalen Bedürfnisse blieben unverändert bestehen – und mit ihnen die Mühsal, ein sterbliches Leben zu imitieren, ohne wirklich eines zu führen. In Gades, wo ich mich als vermögender Kaufmann punischer Herkunft ausgab, gehörte es zur Rolle, gelegentlich Waren zu erwerben, die ich nie benutzte, nur um meinen Dienern und Nachbarn ein normales Leben vorzuspielen. Eines Abends, kurz nach Sonnenuntergang, diktierte ich Banhem den Auftrag, am folgenden Tag eine Ladung feinsten Olivenöls zu erwerben – angeblich für meinen Haushalt, in Wahrheit nur, um bei den Ölhändlern als seriöser Kunde zu gelten und über sie Zugang zu ihren weitreichenden Handelsnetzen zu erhalten, die mir wiederum Informationen über ankommende Schiffe aus dem Osten lieferten.
Das Geschäft selbst musste bei Tageslicht abgewickelt werden, auf dem offenen Marktplatz nahe der Hafenmauer, wo die Händler ihre Amphoren zur Begutachtung aufstellten – ein Ort, den ich niemals betreten konnte und dessen Verhandlungen ich daher vollständig aus der Hand geben musste. Genau darin lag das Problem. Ich konnte Banhem unterweisen, ihm Namen nennen, ihm einschärfen, auf welche Händler er achten und welche er meiden sollte – doch sobald die Sonne aufging, war ich blind. Ich konnte nichts korrigieren, nicht eingreifen, nichts sehen. Ich musste vertrauen und Vertrauen ist eine Münze, die selten den vollen Wert behält, den man ihr zuschreibt.
Banhem, stets loyal, aber selten geschickt in solchen Feinheiten, verwechselte in der Hektik des Marktes zwei Händler – einen ehrbaren, mit dem ich seit Jahren in gutem Einvernehmen stand, und einen zweiten, dessen Ruf, wie ich erst am folgenden Abend erfuhr, von notorischer Unehrlichkeit und Verwässerung seiner Ware geprägt war. Die gelieferten Amphoren, die man in mein Kontor brachte, während ich noch im Dunkel meiner Kammer lag, enthielten ein ranziges, mit billigem Fischöl gestrecktes Gemisch, das binnen Stunden den gesamten vorderen Bereich meines Hauses mit einem Gestank erfüllte, der mich, als ich nach Einbruch der Nacht erwachte, fast in die Knie zwang – mein geschärfter Sinn für Gerüche machte den Fehler noch unerträglicher, als er ohnehin gewesen wäre. Schlimmer noch: Der betrogene Kaufmann, mit dem ich eigentlich hatte Geschäfte machen wollen, erfuhr am nächsten Tag von der Verwechslung und deutete sie – zu Recht, wenn auch aus falschen Gründen – als Beleidigung, als hätte ich absichtlich seinen Konkurrenten bevorzugt. Es kostete mich Wochen mühsamer Wiedergutmachung, nächtlich verfasste Entschuldigungsbriefe, überteuerte Nachbestellungen, die Banhem tagsüber in meinem Namen überbringen musste, während ich in der Dunkelheit wartete, ohnmächtig, das Ergebnis mit eigenen Augen zu prüfen. Es war eine kleine, fast lächerliche Episode – und doch lehrte sie mich etwas, das ich seither nie vergaß. Jedes Geschäft, jede Verhandlung, jede Kleinigkeit, die das Tageslicht verlangte, entzog sich vollständig meiner Kontrolle, ganz gleich, wie sorgfältig ich sie vorbereitete.
Ein Fürst der Nacht bleibt, sobald die Sonne aufgeht, nichts als ein Wille, der durch fremde Hände wirken muss.
Und fremde Hände irren.
Monate nach dem Fall Karthagos begannen die Schiffe, die letzten geretteten Habseligkeiten der Stadt nach Gades zu bringen – nicht offiziell, denn Rom duldete solche Rettungsaktionen kaum. Sondern über verschlungene, halb-geschmuggelte Wege, organisiert von punischen Kaufleuten, die genug Silber besaßen, um Blicke abzuwenden.
Gisgo, der stets besser mit dem Handelsvolk vernetzt war als ich, hörte als Erster davon. Unter den geretteten Gegenständen befand sich eine kleine Kiste, geborgen aus den Trümmern eines Tempelbezirks nahe der alten Hafenmauer – dem Bezirk, in dem einst der Tempel der Tanit gestanden hatte. Ich ging selbst dorthin, in jener Nacht, als die Kiste ausgepackt wurde, mit einer Anspannung, die ich seit Jahrhunderten nicht mehr gespürt hatte. Zwischen verkohlten Tonscherben, geschmolzenem Silberschmuck und den traurigen Resten eines Lebens, das für immer verloren war, fand sich ein einzelnes Stück, das mich innehalten ließ wie ein Schlag.
Eine kleine bronzene Votivtafel, halb geschmolzen, doch mit noch erkennbarer Inschrift – eine Widmung, gestiftet von einem gewissen Acherbal, meinem Vater, an die Göttin Tanit, zum Dank für die Sicherheit seines Sohnes, der in ihren Dienst getreten war. Ich hatte diese Tafel nie gesehen. Ich wusste nicht einmal, dass mein Vater sie hatte anfertigen lassen. Und doch war da mein Name, in verblasstem Punisch eingraviert, neben dem meines Vaters, ein Beweis, dass ich einst tatsächlich existiert hatte, als Sohn, als Kind, als jemand, der geliebt worden war, ehe ich Wache wurde, ehe ich Magon wurde, ehe ich all die anderen Namen trug, die diesen ersten begruben. Ich kaufte die Tafel für eine Summe, die den Händler misstrauisch hätte machen sollen, hätte er nicht bereits so viel Silber von verzweifelten Flüchtlingen gesehen, dass ihm meine Gier nach einem „sentimentalen Andenken“ kaum auffiel. In jener Nacht hielt ich das geschmolzene Bronzestück in beiden Händen und weinte zum zweiten Mal seit dem Fall Karthagos – diesmal nicht um eine Stadt, sondern um einen Vater, dessen Gesicht ich kaum noch erinnerte, der jedoch, wie sich zeigte, genug an mich geglaubt hatte, um seinen Dank in Bronze zu gießen. Ich bewahre die Tafel seither wie eine Reliquie – nicht wegen ihres Wertes, sondern weil sie das älteste, unbestreitbarste Beweisstück meiner Existenz als Mensch ist, das mir je wieder in die Hände fiel. Solange, bis mich andere Ereignisse um mein Hab und Gut brachte.
Die Wochen nach jenem Abend , als mich die Musik in ihren Bann zog, waren anders als alle anderen zuvor. Es war, als hätte die Musik nicht nur eine Erinnerung, sondern eine Tür geöffnet, die ich seither nicht mehr schließen konnte. Und durch diese Tür strömte etwas, das ich lange erfolgreich ferngehalten hatte: die Frage nach dem Sinn.
Ich hatte Jahrzehnte damit verbracht, Institutionen zu bauen, Netzwerke zu spinnen, Wissen zu horten und Namen zu wechseln, immer mit dem stillschweigenden Versprechen an mich selbst, dass all dies zu etwas führen müsse – dass die Anhäufung von Einfluss, von Ressourcen, von sterblichen Verbündeten irgendwann einen Zweck offenbaren würde, der größer war als das bloße Überdauern. Doch als ich die bronzene Votivtafel meines Vaters in meinen Gedanken in den Händen hielt, als ich die Melodie hörte, die Yaton-Tanit einst summte, begriff ich mit erschreckender Klarheit, wie wenig von alledem tatsächlich einem Ziel diente, das über das Institut, über Armands Domäne, über die Gesellschaft der blauen Stunde hinausreichte.
Wofür baute ich ein „Gedächtnis, das nicht sterben kann“, wenn ich selbst kaum noch wusste, welches Gedächtnis darin bewahrt werden sollte – meines? Das der Menschheit? Das eines Gottes, der längst tot war und dessen Namen ich kaum noch aussprechen mochte? Ich begann, in jenen Wochen, mich selbst mit einer Schärfe zu befragen, die ich seit Jahrhunderten vermieden hatte. Ich saß Nächte um Nächte unter der geschwärzten Glaskuppel, beobachtete den schmalen Lichtstreifen, der in bestimmten Nächten hindurchfiel, sah, wie das Mal an meiner Hand darauf reagierte, dunkler wurde, fast atmete – und fragte mich zum ersten Mal ernsthaft, ob dieses Weiterexistieren, dieses endlose Sammeln und Verlieren, dieses ewige Neuerfinden eines Selbst, das ohnehin niemand außer mir kannte, überhaupt noch einen Sinn ergab, der es wert war, verteidigt zu werden.
Ich dachte an Zamira, deren Tod ich als Verlust eines Zeugen betrauert hatte – doch wozu brauchte ich einen Zeugen, wenn das Bezeugte selbst zunehmend bedeutungslos wurde? Ich dachte an Clara Fenn, die in ihren Archiven nach meiner Genealogie grub, ohne zu ahnen, dass selbst ich, der Ursprung dieser Genealogie, mir nicht mehr sicher war, ob der Name, den sie suchte, noch etwas von Bedeutung barg.
Ich dachte an Élodie, deren Spiel um Verstandenwerden mich reizte, gerade weil ich selbst nicht mehr wusste, was an mir noch verstanden werden konnte, das nicht längst zu Asche zerfallen war wie Karthago selbst. Es gab Nächte, in denen ich ernsthaft erwog, das Nachtinstitut zu verlassen, mich einer freiwilligen Erde zu übergeben, wie ich es unwissentlich schon einmal getan hatte, und einfach nicht mehr zu erwachen – nicht aus Verzweiflung, sondern aus einer Art nüchterner Buchführung. Wenn das, was ich baute, keinem außer mir selbst diente, und selbst mir kaum noch etwas bedeutete, welchen Unterschied machte es dann, ob ich weiter existierte oder nicht?
Diese Fragen trug ich wochenlang mit mir, schwer wie nasser Sand, ohne sie mit jemandem zu teilen. Nicht mit Gisgo, dessen eigene Existenz genug Last trug. Nicht mit Armand, dem solche Fragen fremd gewesen wären. Nicht mit der Gesellschaft, deren Mitglieder in mir nur den Förderer sahen, nie den Zweifelnden. Es war die Bronzetafel selbst, die mir schließlich, in einer jener grüblerischen Nächte, den ersten Riss in dieser Schwärze zeigte. Ich betrachtete in meinen Erinnerungen die Inschrift meines Vaters wieder und wieder, seine Widmung an eine Göttin für die Sicherheit seines Sohnes – und begriff, dass diese Tafel nicht existierte, weil ich etwas Großes vollbracht hatte. Sie existierte einst, weil jemand mich geliebt hatte, ehe ich irgendetwas vollbracht hatte, einfach weil ich sein Sohn war. Keine Leistung. Kein Vermächtnis. Keine Institution. Nur die nackte Tatsache eines Lebens, das jemandem etwas bedeutet hatte, unabhängig davon, was aus ihm wurde. Ich fragte mich, ob ich in all den Jahrhunderten des Sammelns, Bauens und Anhäufens genau das verloren hatte – nicht die Fähigkeit, geliebt zu werden, sondern die Fähigkeit, etwas zu erschaffen oder zu bewahren, das nicht dem eigenen Überdauern diente, sondern schlicht existierte, weil es jemandem wichtig war. Das Nachtinstitut diente meinem Fortbestehen. Die Gesellschaft der blauen Stunde diente meinem Netzwerk. Selbst meine Freundschaft mit Gisgo, so aufrichtig sie inzwischen war, war zunächst aus gegenseitigem Nutzen erwachsen. Gab es überhaupt noch etwas in meinem Unleben, das ich um seiner selbst willen tat, ohne Berechnung, ohne Zweck, so wie mein Vater einst eine Tafel gestiftet hatte, einfach aus Liebe?
In den letzten Nächten jenes Winters, als ich diese Frage endlich nicht mehr verdrängte, sondern ihr direkt ins Gesicht sah, kam mir ein Gedanke, der mich zugleich erschreckte und mit einer Art vorsichtiger Hoffnung erfüllte. Vielleicht lag der Sinn, den ich suchte, nicht in etwas, das ich noch bauen musste, sondern in etwas, das ich längst verloren und nie richtig betrauert hatte – nicht Karthago, nicht meinen Vater, nicht Amital, sondern die Fähigkeit selbst, etwas ohne Hintergedanken zu geben. Ich beschloss, dieser Spur zu folgen, so vage sie auch war, dieser Frage, ob ein Wesen wie ich, das so lange gelernt hatte, jede Güte in ein Werkzeug zu verwandeln, überhaupt noch fähig war, etwas rein zu tun – und ob genau darin, in dieser Wiedererlangung, der Sinn liegen könnte, den ich in Glas, Kupfer und Wissen niemals gefunden hatte.
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